Methoden der Psychotherapie

Was versteht man unter
"Methoden der Psychotherapie"?

Man versteht darunter in sich konsistente Strategien des Handelns im Rahmen eines Verfahrens (z.B. Tiefenpsychologisch Fundierte Psychotherapie, Psychoanalyse, Verhaltenstherapie), um Ziele zu erreichen, die durch diagnostische Exploration erarbeitet wurden.

Meine Methode ist die Tiefenpsychologisch Fundierte Psychotherapie. Ich bin Mitglied bei der Deutschen Fachgesellschaft für Tiefenpsycho-logisch Fundierte Psychotherapie e.V. (DFT); Mitglieds-Nr. 534.


 

 

Die Tiefenpsychologisch
Fundierte Psychotherapie

Als tiefenpsychologisch fundiert bezeichnen wir eine Psychotherapie, die einerseits auf zentralen Grundelementen der psychoanalytischen Krankheitslehre und Persönlichkeitstheorie beruht und sich andererseits in den therapeutischen Zielen und in den darauf ausgerichteten Techniken, sowie in den Settings von der klassischen Psychoanalyse unterscheidet. (Heigl-Evers & Heigl, 1982b, 1983a, 1984).

"Die Tiefenpsychologisch Fundierte Psychotherapie umfasst Therapieformen, die aktuell wirksame neurotische Konflikte behandeln, dabei aber durch die Begrenzung des Behandlungsziels, durch ein konfliktzentriertes Vorgehen (zentriert eben auf den aktuell wirksamen Konflikt, d. Verf.) und durch Einschränkung regressiver Tendenzen, eine Konzentration des therapeutischen Prozesses anstreben" (Faber und Haarstrick, 1989, S. 39 f.)

Diese Formulierung sieht ausdrücklich die Möglichkeit vor, verschiedene Formen von Psychotherapie einzubeziehen. Die eingrenzenden Modalitäten dieser Methodenbestimmung der Richtlinie sind "aktuell wirksame neurotische Konflikte", "Einschränkung regressiver Tendenzen" und "Konzentration des therapeutischen Prozesses".

 

 

Das modifizierte Dreieck der Einsichts-vermittlung in der Tiefenpsychologisch Fundierten Psychotherapie

Wenn sich, wie Menninger und Holzmann (1977, S.176 f.) gezeigt haben, in der klassischen Psychoanalyse die Einsichtsvermittlung in einem Dreieck (triangle of insight) vollzieht, das in seinen Eckpunkten durch die Übertragung auf den Therapeuten, ferner durch die gegenwärtigen und schließlich die früheren Beziehungen des Patienten gekennzeichnet ist, deren Verbindungen es zu beleuchten und zu verstehen gilt, dann ist für die Tiefenpsychologisch Fundierte Psychotherapie ein anderes, modifiziertes Dreieck der Einsichts-vermittlung zu postulieren:

Es gilt nunmehr, dem Kranken Einsicht zu vermitteln mit Hilfe eines Dreiecks, das in seinen Eckpunkten durch die symptomauslösende oder symptomverstärkende interpersonelle Situation, durch das dazugehörige soziale Feld mit seinen pathogenen Interaktionsmustern sowie durch die aktuelle interpersonelle Beziehung Patient-Therapeut gekennzeichnet ist; der Therapeut ist bemüht, die zwischen diesen Dreieckspunkten bestehenden Zusammenhänge der Einsicht und dem verstehenden Erfassen des Patienten allmählich zugänglich zu machen.

Es ist das Ziel der Tiefenpsychologisch Fundierten Psychotherapie, mit Hilfe des so modifizierten Dreiecks der Einsichtsvermittlung ein begrenztes Erfassen der zugrundeliegenden inneren Konflikte des Patienten und neben einer Symptomminderung- im optimalen Fall einer Symptomaufhebung- eine partielle innere Umstrukturierung zu erreichen. Auf diese Weise wird eine Veränderung der aktuellen interpersonellen Beziehungen des Patienten angestrebt; ferner soll auf der Linie einer verbesserten Konfliktbewältigung die Ausschöpfung der ihm in seinem sozialen Feld verfügbaren und erreichbaren Ressourcen ermöglicht werden (s. d. Fürstenau, 1992; Heigl-Evers und Heigl, 1983a; Wallerstein, 1990).

 

 

 

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